gegründet 1950  
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Satzung

Sterbekasse Kirchspiel Gildehaus

Satzung
in der Fassung ab 01.01.2008

§ 1
Name, Sitz und Rechtsform

Der Verein führt den Namen "Sterbekasse Kirchspiel Gildehaus" und besteht seit dem 25.11.1950. Der Sitz des Vereins ist Bad Bentheim. Die „Sterbekasse Kirchspiel Gildehaus“ ist ein nicht eingetragener Verein.

 

§ 2
Zweck des Vereins

Zweck des Vereins ist der freiwillige Zusammenschluss von Einwohnern des Kirchspiels Gildehaus zur Zahlung von Beihilfen an die Hinterbliebenen bei Sterbefällen von Mitgliedern des Vereins.

 

§ 3
Mitgliedschaft

Mitglieder des Vereins können alle natürlichen Personen werden, die in Gildehaus und den Bauerschaften Achterberg, Bardel, Hagelshoek, Holt und Haar, Sieringhoek, Waldseite und Westenberg wohnen, nicht ernsthaft erkrankt sind und das 70. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Mitglieder können beantragen, dass deren Kinder, die nicht in Gildehaus oder einer der Bauerschaften wohnen, Mitglied des Vereins werden. Alle übrigen Personen können dem Verein bei-treten, wenn der Vorstand die Aufnahme in den Verein beschließt (§ 7 Abs. 3 der Satzung).

Die Mitgliedschaft wird beendet durch Austrittserklärung, Ausschluss aus wichtigem Grund oder Tod. Der Austritt muss ein Vierteljahr vor Schluss des laufenden Kalenderjahres erklärt werden. Mit dem Austritt oder dem Ausschluss erlöschen sämtliche Mitgliedschaftsrechte und vermögensrechtlichen Ansprüche an den Verein.

Mitglieder des Vereins, die aus Gildehaus bzw. den Kirchspielgemeinden fortziehen und weiterhin Beiträge bezahlen, behalten Anspruch auf Auszahlung der Leistungen bei Eintritt eines Sterbefalles. In diesen Fällen ist der Nachweis des Todes des betreffenden Mitgliedes zu erbringen.
Neugeborene von Mitgliedern des Vereins werden ohne Anmeldung drei volle Kalendermonate als Mitglieder geführt. In diesem Zeitraum hat die Anmeldung zu erfolgen.

 

§ 4
Mitgliedsbeiträge

Der Beitrag beträgt:

1. für Personen ab dem vollendeten 25. Lebensjahr 5,00 EUR
2. für Personen ab dem vollendeten 18. bis zum vollendeten 25. Lebensjahr 2,50 EUR
3. Kinder bis zum vollendeten 18. Lebensjahr sind beitragsfrei mitversichert.
Für die Beitragszahlung ist der Anfang des Kalenderjahres, in dem das unter den Nummern 1 und 2 genannte Lebensjahr vollendet wird, maßgebend.

Mitglieder, die zum Zeitpunkt des Beitritts
1.  
das 50. Lebensjahr vollendet haben können nur durch Vorstandsbeschluss Mitglied werden.
2.  
das 60. Lebensjahr vollendet haben können nur durch Vorstandsbeschluss Mitglied werden und zahlen eine Aufnahmegebühr von 200,00 EUR.

Die Beiträge werden von den Mitgliedern des Vereins jeweils nur dann erhoben, wenn der Kassenbestand weniger als 1500,00 EUR beträgt. Bleibt ein Mitglied mit seinem Beitrag länger als 3 Monate im Rückstand, so kann der Vorstand des Vereins das Mitglied ausschließen. Neue Mitglieder haben bei ihrer Anmeldung sofort den erstfälligen Beitrag zu zahlen. 

Das Vermögen des Vereins ist, sofern es nicht in absehbarer Zeit benötigt wird, zinsbringend anzulegen. Es ist ausschließlich für die nach § 2 genannten Zwecke zu verwenden.

§ 5
Leistungen

Bei Eintritt des Sterbefalles eines Mitgliedes des Vereins erhält der Besorger der Bestattung nach Vorlage der Sterbeurkunde folgende Leistungen:
400,00 EUR je verstorbenen Erwachsenen,
200,00 EUR je verstorbenes Kind bis zu 18 Jahren.

Abweichend von der in Satz 1 genannten Regelung beträgt das Sterbegeld für Mitglieder, die dem Verein ab dem 01.01.2008
- vor Vollendung des 25. Lebensjahres beitreten, 600,00 EUR
- vor Vollendung des 35. Lebensjahres beitreten, 500,00 EUR.
Sofern Mitglieder des Vereins am 01.01.2008 die in Satz 2 genannten Voraussetzungen erfüllen, besteht Anspruch auf das höhere Sterbegeld.

Leistungen des Vereins werden nur gewährt, wenn mindestens ein Beitrag gezahlt worden ist. Die betreffenden Beträge werden jeweils auf Antrag der Angehörigen bzw. der beauftragten - evtl. mit Vollmacht - versehenen Personen ausgezahlt. Die Leistungen können sofort nach dem Tode eines Mitgliedes des Vereins an den Besorger der Bestattung ausgezahlt werden.

Die Vergütung für den Kassierer wird auf bis zu 5 Prozent der eingezogenen Beiträge festgesetzt.

Änderungen der Bankverbindung, des Familienstandes sowie Geburten sind dem Vorstand um-gehend mitzuteilen.

 

§ 6
Organe des Vereins

Die Organe des Vereins sind:
a) der Vorstand,
b) die Mitgliederversammlung.

 

§ 7
Der Vorstand

Der Vorsitzende des Vorstandes vertritt gemeinsam mit einem weiteren Vorstandsmitglied den Verein gerichtlich und außergerichtlich (§ 26 Abs. 2 BGB).

Verringert sich die Zahl der Vorstandsmitglieder auf weniger als drei, so hat der Vorstand sich auf drei Personen aus den Mitgliedern des Vereins zu ergänzen. Diese Ergänzung gilt bis zur nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung.

Über eine Aufnahme von Mitgliedern und über alle Angelegenheiten des Vereins, die über den Rahmen der allgemeinen Geschäftsführung und Verwaltung hinausgehen, beschließt der gesamte Vorstand. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.

Dem Vorstand sind die Rechnungsabschlüsse des Vereins und alle dazugehörigen Unterlagen jährlich zur Prüfung und Genehmigung vorzulegen. Anschließend erfolgt die Prüfung durch zwei Rechnungsprüfer (§ 9 Abs. 1 Bst. f der Satzung).

Für die Zahlung von Leistungen ist der Kassenführer nur gemeinsam mit dem Vorsitzenden oder einem anderen Vorstandsmitglied berechtigt.

Über die Beschlüsse des gesamten Vorstandes ist ein Protokoll anzufertigen und vom Vorsitzenden und dem Schriftführer zu unterzeichnen. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn drei Vorstandsmitglieder anwesend sind.

 

§ 8
Zusammensetzung des Vorstandes

Der gesamte Vorstand besteht aus
a) dem Vorsitzenden,
b) dem stellvertretenden Vorsitzenden,
c) einem Beisitzer,
d) dem Schriftführer,
e) dem Kassenführer.
Die Wahl der Mitglieder des Vorstandes erfolgt durch die ordentliche Mitgliederversammlung auf drei Jahre. Die Wiederwahl ist zulässig.

 

§ 9
Mitgliederversammlung

Der Vorstand kann alle zwei Jahre eine Mitgliederversammlung einberufen. Spätestens drei Jahre nach der letzten Mitgliederversammlung ist eine Mitgliederversammlung einzuberufen.
Im Übrigen findet eine Mitgliederversammlung dann statt, wenn der Vorstand des Vereins eine solche für erforderlich hält oder 1/10 aller Mitglieder dies beantragen. Zu den Geschäften der ordentlichen Mitgliederversammlung gehören:
a) die Wahl der Vorstandsmitglieder,
b) die Entgegennahme des Geschäftsberichts,
c) die Abnahme der Jahresrechnungen,
d) die Beschlussfassung über Satzungsänderungen,
e) die Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins,
f) die Wahl von zwei Rechnungsprüfern.

Die Einberufung der Mitgliederversammlung muss durch den Vorstand mindestens 1 Woche vorher durch ortsübliche Bekanntmachung erfolgen. Dabei ist die Tagesordnung bekannt zu geben.

Zu einem Beschluss, der eine Änderung der Satzung enthält oder zur Auflösung des Vereins führt, ist eine Mehrheit von 3/4 der Stimmen der erschienenen Mitglieder erforderlich. Für den Auflösungsbeschluss ist außerdem die Anwesenheit von 2/3 aller Mitglieder erforderlich. Wird diese Zahl nicht erreicht, so ist eine 2. Versammlung ohne Rücksicht auf die Zahl der erschiene-nen Mitglieder beschluss-fähig. In allen übrigen Fällen werden Beschlüsse mit der einfachen Mehrheit getroffen.

Bei der Abstimmung in der Versammlung hat jedes Mitglied eine Stimme. Den Vorsitz der Versammlung führt der 1. Vorsitzende, im Falle der Verhinderung der Stellvertreter oder ein anderes Vorstandsmitglied.

Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll anzufertigen, das vom Vorsitzenden, dem Schriftführer und einem weiteren Vorstandsmitglied zu unterzeichnen ist.

 

§ 10
Auflösung des Vereins

Bei der Auflösung des Vereins ist das nach Abdeckung der fälligen Leistungen verbleibende Vermögen ausschließlich gemeinnützigen Zwecken im Sinne des Zieles des Vereins zuzuführen. Der Anfallberechtigte ist dabei durch die Mitgliederversammlung mit einfacher Stimmenmehrheit zu bestimmen (§ 45 Abs. 2 BGB).

 

§ 11
Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr.

§ 12
Die Satzung

Die Neufassung der Satzung tritt am 01.01.2008 in Kraft. Die Satzungsänderungen treten jeweils mit dem Tage der Beschlussfassung durch die Mitgliederversammlung in Kraft. Soweit in dieser Satzung zu bestimmten Sachverhalten keine Regelung getroffen wurde, gelten die gesetzlichen Bestimmungen des BGB. Sollten einzelne Regelungen dieser Satzung ungültig sein, beeinflusst dies nicht die Gültigkeit der Satzung insgesamt.

Gildehaus, den 07.02.2008